Julius Tobias Heinrich gewinnt bei Rekordturnier

Vom 8. bis 10. März fand die diesjährige Ausgabe der Offenen Bezirkseinzelmeisterschaften statt.

Bereits Anfang Februar war klar, dass das Turnier auf einen neuen Teilnehmerrekord hinsteuern würde. Da am zweiten März-Wochenende kaum andere schachliche Veranstaltungen parallel stattfanden, gab es schon frühzeitig jede Menge Meldungen, sodass bereits zwei Wochen vor Beginn nur noch Nachrücker ins Teilnehmerfeld aufgenommen werden konnten. Letztendlich wurde mit 63 Spielerinnen und Spielern das maximal mögliche Kontingent beinahe vollständig ausgeschöpft.

Dabei reichte die Altersspanne von 6 bis 71 Jahren und auch von der Spielstärke her, waren alle Kategorien vertreten, vom Oberligaspieler bis zum Anfänger.

Neben vielen Spielern aus dem Schachbezirk und dem restlichen Sachsen-Anhalt waren auch Gäste aus Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen vertreten. Mit Vertretern aus Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden war man erstmals auch international besetzt.

Ausgetragen wurde die Meisterschaft wieder im Bowlingtreff an der Eselsmühle in Halle unter der Leitung von Bezirksspielleiter Nico Markus und LSV-Präsident Andreas Domaske.

Im Turnierverlauf kristallisierte sich vor der letzten Runde ein Zweikampf zwischen Julius Tobias Heinrich vom Naumburger SV und Felix Schulte vom USV Halle heraus. Beide Kontrahenten behielten bis dato als einzige Spieler im Turnier eine "weiße Weste". Im direkten Duell der Schlussrunde schenkten sich beide Akteure nichts, doch konnte sich keiner einen entscheidenden Vorteil erspielen und man trennte sich Remis. Die Zweitwertung sprach letztendlich für den Domstädter, der damit neuer Bezirksmeister wurde. Der Saalestädter wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, Zweiter.

Einen starken Eindruck hinterließen auch die jungen Vertreter der Schachzwerge Magdeburg. Tobias Morgenstern erreichte, wie die beiden Erstplatzierten, 4,5 Punkte und konnte sich damit den Bronzerang sichern. Sein Teamkollege Ole Zeuner besiegte im Turnierverlauf mit Robin Jacobi von Empor Erfurt den Setzlistenersten und kam mit 4 Punkten auf Rang 5 ein. Zwischen den beiden konnte sich mit Gedeon Hartge noch der Titelverteidiger platzieren. Nach einem nicht eingeplanten Auftaktremis startete er eine Aufholjagd durchs Teilnehmerfeld, trotz vier Siegen in Serie reichte dies aber nur noch für den vierten Rang.

Einen Rekord gab es auch bei der Anzahl an startenden Damen. Mit 11 wurde die bisherige Höchstmarke fast verdoppelt. Katja Hartung vom SV Merseburg hatte mit 3,5 Punkten die Nase vorne. Sie konnte sich dadurch sowohl den Bezirks- als auch den Landestitel sichern, da die Landeseinzelmeisterschaft der Frauen schon seit einigen Jahren ins Programm der BEM integriert ist.

Die Titelverteidigerin Yara Mathilda Stowicek vom USV blieb mit 3 Punkten ungeschlagen der Silber-Rang. Dritte mit der gleichen Punktzahl wurde Mareike Dietrich von Empor Erfurt.

In den Ratingkategorien konnten sich Marco Ruhs (U1900), Michael Neumann (U1700) und Elisa Prudlik (U1500) durchsetzen.

Nach einer wieder einmal gelungenen Meisterschaft bleibt zu hoffen, dass man auch im nächsten Jahr wieder so viele Schachfreunde für dieses Turnier begeistern kann.


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